BAYERN:

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‚Chur-Bayern im Jahre 1802. – Herausgegeben, und Seiner Churfürstlichen Durchlaucht zu Pfalz Bayern Unterthänigst gewidmet von I.L.C. Rheinwald. – Zusammen getragen udn gezeichnet von J.C.F. Herdegen, Chur Pfalz Bayrischer Hauptman der Artillerie, München den 15. Jenner 1802‘: Altkolorierter Kupferstich v. B.F. Leizelt in Augsburg n. Friedrich Herdegen b. Johann Ludwig Christian Rheinwald in München, dat. 1802, 42 x 44,5 cm

Einzelstück

Artikelnummer: 410587 Kategorien: ,

Beschreibung

Nicht bei Cartographia Bavariae, Bayern im Bild der Karte; Tooley’s Dic. of Mapm. Rev. Ed. E – J, S. 316. – Zeigt das Kurfürstentum Bayern. – Unten links Titelkartusche. – Oben rechts Kartusche mit Erklärungen der Kürzel zu den Herrschaftsgebieten (Ansbach, Bayreuth, Bamberg, Graf Castell, Deutscher Orden, Freising, Hohenlohe, Hanau, Stolberg-Gedern, Rödelheim, Frankfurt, Grafschaft Sternberg, Wertheim, Würzburg etc.). – Oben links Meilenzeiger. – Die Karte dient zur Übersicht derjenigen Staaten, welche durch die Entschädigungen eine neue Gestalt erhalten haben. – Im sogenannten Frieden von Luneville war zunächst am 9. Februar 1801 zwischen Frankreich und Österreich bzw. dem Deutschen Reich eine weitreichende territoriale Neuordnung beschlossen worden, deren direkte Folge der so bezeichnete Reichdeputationshauptschluß vom 25. Februar 1803 war. Dabei handelte es sich um die unter den deutschen Staaten ausgehandelten materiellen und territorialen Entschädigungen für an Frankreich abgetretene linksrheinische Gebiete, deren unmittelbare Konsequenzen wiederum Säkularisation (Enteignung von Kirchengut) und Mediatisierung (Enteignung der Reichsstädte) waren. Vor allem Flächenstaaten wie das erst kürzlich zum Königreich erhobene Bayern konnten davon profitieren. Generell gesprochen war dieser Prozess der Anfang vom Ende des alten Römischen Reiches Deutscher Nation und bedeutete kartographisch gesehen geradezu eine Flurbereinigung des territorialen Flickenteppichs in Mitteleuropa (Quelle: Bay. Landesbibliothek). – Sehr seltene Karte!